Das Projekt «REPERE»

Das Projekt “REPERE”

 

Die Gruppe “Bildung“ hat sich auch auf die geisteswissenschaftlichen Forschungselemente der Methode Partizipative Forschungs Aktions „REPERE“ gestützt. (Moneyron et al, Linking the knowledge and reasoning of dissenting actors fosters a bottom-up design of agroecological viticulture. Agron. Sustain. Dev.  37-41 (2017). doi.org/10.1007/s13593-017-0449-3)

Die REPERE Projekte stützen sich auf eine kollektive Mobilisierung der Akteure, die Dissensträger sind und sich im selben Produktionsgebiet befinden (Landwirte, Abgeordnete, Berater, Forscher, Verbraucher- und Naturschutz-NGOs, Öffentlichkeit). Die sozialen, historischen und kulturellen Belange sind grundlegende Elemente bei der Entwicklung der Überlegungen, der Leistungen und des Images der Akteure. Dazu gehören auch die Zwänge zur Veränderung sowie die Ressourcen, um die erwarteten Änderungen herbeizuführen.

Der für die Studie ausgewählte Produktionssektor ist der Weinbau.

Die REPERE Methode hat erkennen lassen, dass die Anerkennung des Wissens in einem Bottom-up-Ansatz ein Schlüssel für die Ko-Konstruktion, die Innovation und das kollektive Engagement ist. Es zeigte auch die Vielfalt all dieser Elemente zwischen den verschiedenen elsässischen Kollektiven, aber auch den Vorteil des methodischen Rahmens.

In Deutschland wie in der Schweiz sind eben diese sozio-ökonomischen und kulturellen Elemente, die Organisation von Weinbergen und Winzern sowie die Weinbaupraktiken insgesamt sehr unterschiedlich. Durch die Durchführung von REPERE-Projekten in diesen Ländern in Verbindung mit zwei Projekten im Elsass haben sich die Unterschiede, aber auch die gemeinsamen Werte von Vorteil erwiesen, um die REPERE-Methode zu verfestigen und vor allem eine Hebelwirkung auf die Innovations- und Ausbildungsdynamik im grenzüberschreitenden Maßstab zu erzielen.

Die beschriebene Methode stand im Mittelpunkt der Erarbeitung, Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Aus- und Fortbildungsangeboten der Arbeitsgruppe Weinbau. Sie stellte die Hypothese auf, dass diese Methode auf eine Lernsituation übertragen werden konnte und so die Verbindung zwischen dem Gegenstand der Ausbildung und dem täglichen Leben des Winzers erleichtern würde. Es geht nicht darum, auf die gleiche Weise etwas anderes zu lernen, sondern zu lernen, um am Ende anders zu produzieren. Anders produzieren bedeutet, anders über die Beziehung zu den Lebewesen und die Beziehung zu ihrer Umwelt (natürlich und sozial) nachzudenken, um die Mittel zu finden, anders mit den Lebewesen und mit ihrer Umwelt zu handeln.

Ausbildungskurse sind eine Gelegenheit zum Experimentieren. Patrick Mayen, Forscher bei AgroSup, Spezialist für professionelle Didaktik (2013), unterstreicht das Dreiwertigkeitskontinuum des “Experimentierens”: Experimentieren, um Wissen zu produzieren; Experimentieren, um praktische Lösungen zu finden und Probleme zu lösen; Experimentieren, um zu lernen (was die ersten beiden Vorschläge kombiniert).

Sich anders ausbilden bedeutet, sein Denken zu üben, Forschung und Handeln zu verknüpfen, das Handeln hervorzuheben, seine Querschnittskompetenzen zu entwickeln, um in der Lage zu sein, sein Handeln in einem Umfeld der Ungewissheit anzupassen.

 

 

Veröffentlichungen

Videos 2015-2016

Die REPERE Gruppe, die Winzer des Vereins in Westhalten. Moneyron A, Masson JE (2015) – Revue des Vins d’Alsace (Zeitschriften der Weine in Elsass)

Kurzes Video und Artikel der “Revue des Vins d’Alsace” ((Zeitschriften der Weine in Elsass) auf Homepage der INRA

Video 2017

Bilder: INRA und GIEE Westhalten – von Mélanie Mermet, Jean Masson und Mireille Perrin

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