Innovationssuche in der Praxis

Innovationssuche in der Praxis, auf den Betrieben

Leitung : Anne Schaub CRAGE
Beteiligte Partner : Ebenrain, FR CUMA, CAA, FiBL,
Assozeierte Partner : Arvalis, Armbruster, Comptoir Agricole, Gustav-Müller.

Ziel

  • Identifizierung von technischen und/oder organisatorischen Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel, die von Landwirten entwickelt und auf Betrieben umgesetzt wurden.
  • Charakterisierung dieser Lösungen hinsichtlich ihrer Effizienz, Machbarkeit und Erfolgsbedingungen für die Situation im Oberrhein

Vorgehensweise

4 Gebiete für die Innovationssuche : 2 in Frankreich (Hardt und Kochersberg), 2 in der Schweiz (Basel Landschaft und Solothurn).

Befragung von Landwirten

Ergebnisse

Anpassungen an den Klimawandel in Ackerbaubetrieben

Frankreich

Schweiz

Hardt
(mit Bewässerung)
Kochersberg
(ohne Bewässerung)
Basel Landschaft Solothurn
Strategien zur Anpassung an die zunehmende Variabilität der äusseren Umstände météorologiques Diversifizierung des Anbaus und der Sorten, um nicht alles auf das gleiche Pferd zu setzen
Begrenzung der Produktionskosten
– Begrenzung der Kosten, insbesondere für Mechanisierung (Reduzierte Bodenbearbeitung, Gemeinschaftsnutzung), manchmal durch Aufgabe bestimmter Kulturen (Mais, Rüben) oder Umstellung auf Bio.

– Den Ertrag möglichst durch die folgenden Maßnahmen aufrechterhalten.

   
Strategien zur Anpassung an heiße Temperaturen, heftige Regenfälle, Dürren, stärkere und häufigere Winde Vermeidung kritischer Anbauperioden
– Fruchtfolge mit höherem Anteil an Winterkulturen: Vermeidung eines trockenen Sommers, der den Frühjahrskulturen schadet; Wasserbedarf der Winterkulturen fällt mit vollem Wasserspeicher des Bodens zusammen.

– Wintergerste anstelle von Winterweizen anbauen (einer Periode mit heißen Tagen im Juni ausweichen).- Verwendung von früheren Maissorten (Vermeidung der Blüte bei leerem Bodenwasserspeicher).

– Fruchtfolge mit höherem Anteil an Sommerkulturen: Optimierung des Unkrautmanagements bestimmter Gräser, Vermeidung von feuchtem Herbst als Aussaattermin
Abschwächung der Auswirkungen kritischer Zeitpunkte
– Bewässerung von Weizen zur Abkühlung

– Verbesserung der Bewässerungseffizienz durch Verbesserung der technischen Ausrüstung

– Anbau von wasserstressanfälligen Sommerkulturen (Mais) nur auf Böden mit hohem Bodenwasserspeicher- Mais im Abstand von 50 cm bei gleicher Dichte aussäen (mildert die Auswirkungen einer Trockenperiode im Frühjahr ab, da das Wasser besser abgefangen wird und die Verdunstung geringer ist).- Bewässerung für wasserstressanfällige Frühjahrskulturen installieren, wenn möglich (mildert Trockenperiode im Sommer ab).

Agroforstwirtschaft,

Anlegen von Hecken (Temperatur und Wind abschwächen)

Genetische Lösungen

– Ersetzen von hitzeanfälligen Kulturen (Weizen), durch nicht anfällige Kulturen (Kichererbsen).

– Ersetzen von Winterkulturen, die anfällig für Wasserstress im Frühjahr sind (Weizen, Gerste), durch weniger anfällige Kulturen (Kichererbsen).

– Ersetzen von Kulturen, die empfindlich gegen Wasserstress sind (Mais, Sojabohnen), durch Frühjahrskulturen

Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit (Bodenbedeckung, Reduktion der Bodenbearbeitung, Ausbringung von organischem Material)
– Wenig nackter Boden

– Ernterückstände auf der Oberfläche belassen oder den Boden nur flach bearbeiten (Oberflächenrauheit erhalten).

– Zwischenfrüchte anbauen, Agroforstwirtschaft.

– Transfer Mulch

– Maissaat im Abstand von 150 cm (60 inch corn), um eine stabile, artenreiche Untersaat aufbauen zu können.

– Kompostieren von Gülle und Mist, um die Wasserhaltefähigkeit des Bodens zu erhöhen.

Link zum Praktikumsbericht von Tiphaine

Link zu 2 Steckbriefen von Betrieben