Tierwohl und –gesundheit

Die thermoneutrale Zone der Rinder, also die Temperatur bei der sich die Tiere wohlfühlen, liegt zwischen -5 und 15 °C. Vor allem Milchkühe reagieren bei Hitzestress mit geringerer Futteraufnahme und sinkenden Leistungen bis hin zu gesundheitlichen Problemen wie Gebärmutter- und Euterentzündungen sowie verminderten Reproduktionsleistung.

Zunächst wird sich daher die Arbeit in dieser Gruppe auf Milchkühe konzentrieren. Tatsächlich verfügen die Partner über eine große Menge an Daten, die in den Milchviehbetrieben erhoben werden und die Grundlage ihrer Arbeit bilden: Gesundheitsdaten, Daten zur Milchqualität, Spektraldaten aus der Analyse von Milchproben usw.

Die Hauptthemen sind in der Arbeitsgruppe der Stallbau und die Fütterung, denn in Phasen großer Hitze ist das Stallmanagement von besonderer Bedeutung.

Im Jahr 2021 werden in 16 Pilotbetrieben (6 im Elsass und 10 in Baden) mikroklimatische Daten durch die Installation innovativer Messgeräte gesammelt: die MoBiMets (siehe Foto unten). Dank der gesammelten Daten in Verbindung mit den Gesundheits- und Leistungsdaten dieser Pilotbetriebe wird die Arbeitsgruppe an der Entwicklung neuer Indikatoren arbeiten können, die beispielsweise eine frühzeitige Erkennung von Hitzestress in Milchviehherden ermöglichen könnten. Zusätzlich zu den fachlichen Empfehlungen, die entwickelt werden, würde dies dazu beitragen, den Umgang mit Hitzestress in der Milchviehhaltung zu verbessern.

Die Empfehlungen für die Anpassung und den Neubau von Ställen könnten auch für andere Tierhaltungsbereiche von Nutzen sein.

Die beteiligten Fachpartner:

  • Chambre d’agriculture Alsace (Frankreich)
  • Landesverband Baden-Württemberg für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V.  (Deutschland)
  • AGRIDEA (Schweiz)
  • Service de l’économie rurale du Canton du Jura (Schweiz)
  • Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg (Schweiz)

Gruppleiterin:

Elisa STRANG, Landesverband Baden-Württemberg
Estrang@lkvbw.de