Agroforstwirtschaft

Unter Agroforstwirtschaft versteht man die Verbindung von Bäumen und Nutzpflanzen oder Tieren am Rand oder direkt auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Angesichts des Klimawandels bieten Bäume sehr oft Antworten auf technische und wirtschaftliche Herausforderungen in landwirtschaftlichen Betrieben.

So tragen sie zum Beispiel zur Verbesserung des Tierschutzes bei, indem sie den Tieren auf der Weide Schatten spenden. Bäume können als Futtermittel oder in Form von Holzspänen als Alternative zu Stroh genutzt werden und sie können einen Teil der Treibhausgasemissionen des Betriebs ausgleichen und so dessen CO2-Bilanz verringern.

Es gibt viele Agroforstmodelle mit unterschiedlichen Nutzungs- und Bewirtschaftungsformen. Die Arbeitsgruppe Agroforstwirtschaft hat das Ziel, die Beurteilungen, fachliche Empfehlungen und Erfahrungsberichte zu sammeln und zu erweitern. Dadurch werden Landwirte unterstützt und fachlich beraten, die die Agroforstwirtschaft in ihr Produktionssystem integrieren wollen. Auf Grundlage dieser Arbeit werden Kommunikationsmaterialien erstellt und verbreitet.

Im Jahr 2021 wird die Gruppe Agroforstwirtschaft ein Datenerfassungsnetz (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) in Agroforstflächen einrichten, um die Auswirkungen der Bäume auf das Mikroklima auf landwirtschaftlichen Flächen zu messen. In diesem Bereich könnten auch Verbindungen mit der Gruppe Tierwohl und -gesundheit hergestellt werden, die sich insbesondere mit Hitzestress befasst.

Die beteiligten Fachpartner:

  • Chambre d’agriculture Alsace (Frankreich)
  • Bio en Grand Est (Frankreich)
  • le Landesverband Baden-Württemberg für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V.  (Deutschland)
  • Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (Deutschland)
  • Service de l’économie rurale du Canton du Jura (Schweiz).

Gruppleiterin:

Mathilde ARESI, Chambre d’agriculture Alsace
mathilde.aresi@alsace.chambagri.fr