Workshops für die Entwicklung von Szenarien unter Landwirten

Workshops für die Entwicklung von Szenarien unter Landwirten, die an den Klimawandel angepasst sind und einen geringen Kohlenstoffausstoß haben

Leitung : Anne Schaub, CRAGE
Partner : Ebenrain, CAA, Arvalis,

Kontext

Die Landwirtschaft am Oberrhein wird sich auf hohe Verdunstungswerte im Sommer und auf Extremwetterereignisse (Hitzewellen, zu trockene oder zu feuchte Perioden, Wind, Hagel…) einstellen müssen. Auch der Druck durch Schädlinge wird zunehmen. Bei den Anpassungen müssen auch die hohen gesellschaftlichen Erwartungen in Bezug auf Wasserressourcen, Energie und Treibhausgase berücksichtigt werden.

  • Ziel: Gemeinsame Entwicklung von Szenarien unter Landwirten, die an den Klimawandel angepasst sind und einen geringen Kohlenstoffausstoß haben. Die Anpassungen können unterschiedliche Maßstäbe betreffen: Anbau einer Kulturpflanze, Fruchtfolge und Fruchtwechsel, Mehrbetriebsbetriebe

Vorgehen für jedes Gebiet

=> Erarbeitung eines typischen Bauernhofs für das Untersuchte gebiet, Simulation seiner Zukunft ohne Anpassung unter dem Klima von 2050 in Bezug auf Erträge und Bewässerungsmengen.

=> 1. Workshop. Die 5-7 Landwirte überprüfen den Musterbetrieb, identifizieren die Probleme, die er aufgrund des Klimawandels im Jahr 2050 haben wird, und entwerfen Szenarien für Betriebe, die besser an den Klimawandel angepasst sind. Das Klima im Jahr 2050 und seine wahrscheinlichen Auswirkungen auf die Kulturen fließen in die Überlegungen ebenso ein wie die Lösungen, die sich aus der Umfrage im Gebiet ergeben.

=> Bewertung des typischen Bauernhofs und der Szenarien für angepasste Bauernhöfe unter dem aktuellen Klima und dem Klima von 2050: Erträge, Bewässerungsmengen, Arbeitszeit, Gewinnspannen, THG-Emissionen.

=> 2. Workshop. Vorstellen der Ergebnisse den Landwirten, die dann die Szenarien verbessern.

=> Bewertung der Szenarien von Bauernhöfen.

Die Gebiete, für die Musterbauernhöfe entworfen werden, sind die Hardt (Frankreich), der Kochersberg (Frankreich), der Kanton Basel-Landschaft (Schweiz) und der Kanton Solothurn. Es bleibt zu erwähnen, dass in der Schweiz 2 Musterbetriebe erstellt werden. Ein Biobetrieb und ein konventioneller Betrieb, die sowohl für Solothurn als auch Basel-Landschaft verwendet werden.

Panel von Lösungen, die sich Landwirte ausgedacht haben, um auf die Problematik zu reagieren, Beispiel Hardt :

Lösung

Wirkungsweise der Lösung Trägt zur Anpassung an den Klimawandel bei Trägt zur Einsparung von Beregnungswasser bei. Trägt zur Kontrolle von Schädlingen bei Wirtschaftliche Ergänzung
Reduzierte Bodenbearbeitung, pfluglos Verbesserung der Feldkapazität (FK) x
Pflanzenschutzreduktion Bodenleben fördern
Präzisionsbewässerungsmaterial Steigerung der Bewässerungseffizienz x
Verringerung des Bewässerungsdrucks Steigerung der Bewässerungseffizienz x
Wetterstation Steigerung der Bewässerungseffizienz (Steuerung: zum richtigen Zeitpunkt bewässern) x x
Tensiometer, kapazitive Sonden Steigerung der Bewässerungseffizienz (Steuerung: zum richtigen Zeitpunkt bewässern) x x
Bewässerungsmodelle Steigerung der Bewässerungseffizienz (Steuerung: zum richtigen Zeitpunkt bewässern) x x
Tröpfchenbewässerung (nicht in steinigem Boden) Steigerung der Bewässerungseffizienz (Verdunstungsverringerung) x
Modulation innerhalb des Feldes, Kartierung Steigerung der Bewässerungseffizienz (Steuerung: zum richtigen Zeitpunkt die richtige Menge bewässern) x x
Bodenbedeckung, Einsaat in eine permanente Bodenbedeckung Boden abdecken, um weniger zu verdunsten, organisches Materie in den Boden einbringen, um die FK zu erhöhen x
Zwischenfrucht mit Hauptkultur assoziieren (z.B. Erbse-Tritikale) Bessere Bodenbedeckung mit Zusatzbegrünung, um weniger zu verdunsten, organisches Materie in den Boden einbringen, um die FK zu erhöhen, Schädlinge ablenken x x
Hecken Verringert den gesellschaftlichen Druck (Biodiversität, Landschaft, Kohlenstoff), spendet Schatten, bremst den Wind, Nützlingsreservoir x x
Agroforest Verringert den gesellschaftlichen Druck (Biodiversität, Landschaft, Kohlenstoff), spendet Schatten, bremst den Wind, Nützlingsreservoir x x x
PV-Anlagen auf Gebäuden Energieproduktion x x
Agri-PV Energieproduktion, Schattenspender x x
Genveränderte Kulturen mit Resistenzen gegen Schädlinge Genresistenz mit Gentechnik x
Widerstandsfähiger Kulturen gegen Schädlinge Genresistenz ohne Gentechnik x
Wenig für Wasserstress und hohe Temperaturen anfällige Kulturen… Genresistenz ohne Gentechnik x
Wahl von frühen Sorten, um Hitzeschäden an der Kulture (Getreide) oder in der Blüte (Mais) zu vermeiden. Vermeidung von empfindlichen Stadien x
Nützlingseinsatz : Trichogramma… Alternativer Pflanzenschutz x
Biostimulantien Auswirkungen auf die Widerstandsfähigkeit gegen Wasserstress? x
Verringerung der Anbauflächen von Kulturen, die hohe Bewässerungsmengen erfordern (Mais, Soja…), Zunahme von Kulturen, die wenig oder nicht bewässert werden (Weizen, Raps, Ackerbohnen, Kichererbsen, Sorghum, Textilhanf…). Verringerung des Wasserbedarfs x
Diversifizierung der Kulturen Verteilung klimatischer und biotischer Risiken (Maiswurzelbohrer…) x x
Opportunistische Kulturen Ersetzen einer Kultur durch eine andere bei nicht Gelingen (wenn der Raps nicht aufgeht) oder bei wirtschaftlicher Opportunität (derzeit Sonnenblumen) x x
Einführung von Schafhaltung für die Fleischgewinnung Nutzung von unbewässertem und wenig produktivem Grasland x x x x
Schulungen x x x x
Feldbeobachtungen x x x x
Kohlenstoffzertifikate, Labels… Wirtschaftliche Aufwertung von tugendhaften Praktiken x
Eintrag in den Boden von Material das das Wasserhatltevermögen verbessert : Tonkügelchen…. Verbesserung der FK x
Frühe Aussaht Vermeidung von Stadien, die empfindlich auf Trockenheit und Hitze reagieren x
Kleine Parzellen Vermeidung der Ausbreitung von Schädlingen x
Maisspeicher auf dem Feld (Cribs) Trocknen ohne Energie x
Control Farming Traffic Geringere Verdichtung: bessere Infiltration, bessere Wurzelentwicklung x
Kaliumsulfid Förderung des Bodenlebens
Mechanische Unkrautbekämpfung
Verringerung der Überfahrten, weniger energieintensive Bewässerungsanlagen Einsparen fossiler Energie
Wasserspeicherung Weniger Grundwasserentnahme im Sommer x