KLIMACrops - Abschluss des Projekts

Konkrete Ergebnisse zur Unterstützung der Anpassung der Landwirtschaft

KLIMACrops Abschlussveranstaltung am 5. Februar in Colmar
Das Interreg-Projekt KLIMACrops nähert sich mit großen Schritten seinem Abschluss. Am 5. Februar fand die Abschlussveranstaltung in Colmar statt, bei der die Projektpartner sowie zahlreiche Akteure aus der Landwirtschaft zusammenkamen: Vermarktung, Landwirte, Forschungs- und Beratungsstrukturen.

Bei dieser Gelegenheit stellte Stéphane Jezequel, Wissenschaftlicher Direktor von ARVALIS, die Herausforderungen des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf die Kulturen in einen übergeordneten Zusammenhang.

Der weitere Verlauf des Vormittags war der Präsentation der wichtigsten Projektergebnisse durch die Partner gewidmet. Diese bewusst knapp gehaltenen Beiträge ermöglichten es, am Nachmittag vertiefte Diskussionen rund um die wissenschaftlichen Poster zu führen.

  • Die Arbeiten konzentrierten sich insbesondere auf mehrere Anpassungshebel:
  • die Anpassung der Anbausysteme durch Steuerungsinstrumente für die Bewässerung, optimierte Stickstoffdüngungsstrategien für Winterweizen sowie die Auswahl von Maissorten mit geeigneter Reifezeit;
  • die Weiterentwicklung von Anbausystemen, etwa durch Zwischenfruchtanbau zwischen zwei Maiskulturen in Monokultur oder durch die Umsetzung konservierender Landwirtschaftspraktiken im ökologischen Landbau;
  • die Entwicklung innovativer Systeme wie Relay Cropping oder Agroforstwirtschaft.
Ein wichtiger Punkt war zudem den Co-Design-Workshops gewidmet, die es ermöglichten, gemeinsam mit Landwirten über neue Anbausysteme nachzudenken – ein zentrales Element des Projekts.

KLIMACrops hat somit Lösungen für kurz-, mittel- und langfristige Anpassungen untersucht: von relativ leicht umsetzbaren Maßnahmen wie der Sortenwahl bis hin zu tiefgreifenderen Veränderungen wie der Direktsaat oder der grundlegenden Umgestaltung von Anbausystemen durch Relay Cropping oder Agroforstwirtschaft.

Auch wenn Lösungen vorhanden sind, hängt ihre Umsetzung stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. In einem Kontext, in dem Getreide den Preisen des Weltmarktes unterliegt, ist die Rentabilität ein entscheidender Faktor. Daher wurden die vielversprechendsten Ansätze nicht nur unter klimatischen, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet.

Der Vormittag endete mit einer Podiumsdiskussion mit sieben Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen – Forschung, Beratung, Wertschöpfungsketten und Praxis – und bot eine grenzüberschreitende Perspektive (Frankreich, Deutschland, Schweiz).

Unter ihnen berichtete Dominique Daul, Ackerbau- und Rinderhalter aus Pfulgriesheim im Kochersberg (Frankreich), der auch in einer Maschinenring-ähnlichen Struktur (CUMA) und einer gemeinsamen Fruchtfolge engagiert ist, aus der Praxis.

Als deutscher Landwirt und Versuchsdurchführer am LTZ teilte Simon Schmidt seine Erfahrungen.

Die Wertschöpfungsketten wurden vertreten durch Denis Fend, Direktor der Genossenschaft Comptoir Agricole, sowie André Streicher, Leiter des Bereichs Industrie und Getreide der Gruppe Armbruster.

Der Bereich Forschung und Entwicklung wurde durch Stéphane Jezequel (ARVALIS, Frankreich) repräsentiert, der seine Expertise zu Anpassungsstrategien und zukünftigen Perspektiven einbrachte.

Schließlich nahm auch Gina Hänggi vom Ebenrain-Zentrum in der Schweiz teil und sprach als Vertreterin von drei Schweizer Landwirten, die an KLIMACrops beteiligt sind und in den Kantonen Basel und Solothurn ansässig sind. Da sie nicht persönlich anwesend sein konnten, wurden ihre Beiträge im Vorfeld aufgezeichnet und während der Podiumsdiskussion vorgestellt.

Diese Vielfalt an Perspektiven ermöglichte es, unterschiedliche Blickwinkel zu verbinden und konkrete Erfahrungen zu teilen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen der landwirtschaftlichen Transformation im Kontext des Klimawandels verdeutlichen.

👉 Die Poster aus dem Projekt können über folgenden Link eingesehen werden: https://agroecologie-rhin.eu/wp-content/uploads/2026/02/RECUEIL_POSTERS_DE_KLIMACrops.pdf
👉 Alle Ergebnisse von KLIMACrops sowie weitere Interreg-Oberrhein-Projekte im Bereich Landwirtschaft finden Sie auf der Website: agroecologie-rhin.eu
Die KLIMACrops Projektpartner am 06. Februar 2026 in Sainte Croix en Plaine

Videos mit Praxisbeispielen aus dem KLIMACrops-Projekt

Jetzt online verfügbar

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Videos des Projekts ab sofort auf dem YouTube-Kanal der CRAGE verfügbar sind.

In kurzen Beiträgen von 3 bis 5 Minuten geben die Projektpartner praxisnahe Einblicke und stellen innovative Ansätze vor, die die Anpassung des Ackerbaus an den Klimawandel unterstützen. Thematisiert werden unter anderem Agroforstsysteme, Direktsaat sowie weitere Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz landwirtschaftlicher Systeme gegenüber klimatischen Veränderungen.

Mit dieser Videoreihe verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen möchten wir die Ergebnisse des Projekts KLIMACrops sichtbar machen, zum anderen diese gezielt an Fachleute aus Landwirtschaft, Beratung und Praxis sowie an unsere Partner weitergeben.
Die Videos stehen in deutscher, französischer und englischer Sprache zur Verfügung, um ein möglichst breites grenzüberschreitendes Publikum zu erreichen.

👉 Zur Videoreihe „Landwirtschaft im Klimawandel“
[FR] L’agriculture face au changement climatique - [EN] Agriculture and climate change - [DE] Landwirtschaft im Klimawandel - YouTube

Wir laden Sie herzlich ein, die Videos in Ihren Netzwerken zu teilen und sie – je nach Bedarf – in der Aus- und Weiterbildung, zur Sensibilisierung oder für Ihre Kommunikationsarbeit einzusetzen.
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